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Damensitzungen 2012
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Rückblick des Hanauer-Anzeigers auf unsere Damensitzung vom 13. Januar 2012
Wir bedanken uns beim Hanauer-Anzeiger für die freundliche Genehmigung das wir seinen Artikel vom 16. Januar 2012 auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen.
( Beginn Hanauer-Anzeiger )
Da wurden sie ihrem Ruf wieder voll gerecht: Die heißesten Männer kann man immer noch bei den Damensitzungen der „Geeleriebe“ sehen: Sei es Tom (rechts), der
sich schärfer zeigte, als die Polizei erlaubt oder Bernd Bruch (Mitte), der die heißeste Meerjungfrau aller Zeiten gab. Am sichersten setzt man aber auf die heimischen
Gewächse: Frieder Arndt (links), „sexiest man of Hanau“, riss die Mädels von den Sitzen – auch wenn er statt Waschbrettbauch Waschtrommel trägt.
Fotos: Hellbrück

Lachen, tanzen, Männer gucken

Gelungene Damensitzung der „Lustischen Geeleriebe“ – Tolle Stimmung im Nachbarschaftshaus Tümpelgarten
Hanau. Superstimmung, fröhlich feiernde Frauen im Saal, und auf der Bühne mussten fast ausschließlich die Männer arbeiten – was will frau mehr? Die Damensitzung der Geeleriebe im Nachbarschaftshaus Tümpelgarten erfüllte das bewährten Bauknecht- Prinzip: Die Geeleriebe wissen zweifellos, was Frauen wünschen.

Wenn man nur immer vorher schon wüsste, wie gelungen eine Veranstaltung werden wird, viel Angstschweiß bliebe einem erspart. Furchtbar nervös war Monika Gebhard-Cosler, erste Vorsitzende des „LustischeGeeleriebe“-e.V., kurz bevor sie am Freitag, dem 13. – auch das noch! – im Nachbarschaftshaus Tümpelgarten die letzten Vorbereitungen für die erste von vier geplanten Damensitzungen traf. Nur Damen? Mögen die Geeleriebe keine Männer? „Doch, doch“, beteuert die erste Vorsitzende. „Aber die Damen verlangen halt immer wieder danach. Und der Erfolg gibt uns Recht!“

Das stimmt, denn voll ist es schon um kurz nach sieben, eine halbe Stunde vor Beginn des eigentlichen Programms. Hinter den Kulissen machen sich die Künstler warm, draußen im Saal herrscht bereits gehobene Stimmung. „Holger M“ macht Musik, die Sektkorken knallen, und schon nach der ersten Nummer soll der Saal kochen. Doch vorerst atmen Monika Gebhard-Cosler und ihre Freundin, zweite Vorsitzende Anni Gast, noch einmal tief ein und betreten die Bühne zur offiziellen Eröffnung und Begrüßung, unter anderem von Petra Lindemann, der Frau von Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Als „die Klaa un die Dick“ sollen sich die beiden Vorsitzenden durch den Abend kabbeln, angetan mit geeleriebe-farbenen Paillettenblusen, später dann als Lady Gagas. Und sie wissen, wie man es macht. Das Prinzip der „Nachfrage bestimmt das Angebot“ wird hier aufs Feinste umgesetzt. Viel Arbeit stecken dazu die 14 Vereinsmitglieder seit nunmehr zwölf Jahren in die Damensitzungen, ein Jahr Vorbereitungszeit ist normal, und gebucht wird nur, was selbst gefällt oder eben immer wieder verlangt wird.

Aber was wollen denn Frauen im Fasching, wenn sie unter sich sind? Ganz klar: Männer. Die werden auch aufgeboten, an diesem Abend: dicke Männer, dünne Männer, alte und junge Männer, ausschließlich Männer auf der Bühne, lustige, musikalische, nackige…doch langsam. Der einzig fixe Programmpunkt, Stripper Tom, steht erst am Ende der Show, und der Abend ist ja noch jung.

Den Reigen eröffnen darf das Männerballett „Pink Tigers“, und die Zeiten, in denen Männerballett etwas Unsportliches war, sind endgültig vorbei. Knackige Jungs in rosa Glitzer-Chaps tanzen ein Wildwest- Medley und müssen auch prompt die erste Zugabe geben. Ohne Zugabe soll an diesem Abend sowieso keiner davonkommen, egal ob erotisch aufgeheizter Männertanz, selige Schunkelrunden, noch mehr Sektflaschen oder Schlagereinlagen von Ehrenmitglied Reinhard Paul im goldenen Anzug und dem temperamentvollen Halbitaliener Georg Wind.

Bei den Disco-Klassikern vonSoul-Röhre Smiley Garfield entern die Damen tanzend die Bühne. Frieder Arndt erscheint in Jogginghosen und mit Batschkapp und spricht ein weitverbreitetes Frauenproblem an: „Früher hatt ich an Waschbrettbauch – heut hab ich a Waschtrommel!“, und entlarvt gleichzeitig neumodische Essgewohnheiten: „Die Nachbarin isst nix, was a Gesicht hat. Da frach ich Sie: was hat a Cordon Bleu denn für a Gesicht?!“ Und wieder wird eine Zugabe fällig. So auch bei Bernd Bruch, der als Blechdose auftritt, als Minnie Mouse und als Nixe mit Fisch-BH. Und dem Motto des Abends treu bleibt: egal, ob Comedy, Tanz oder Gesang, am Ende muss mindestens ein nackter Bauch blitzen.

Nicht nur der Bauch dagegen blitzt bei den Herrn des „Dancing Desaster“ aus O-Kriftel. Spätestens jetzt werden die „Ausziehen!“- Rufe unüberhörbar, man ist direkt froh, dass der eigene Mann nicht mitdurfte. Aber bis zum Stripper dauert es immer noch, auch wenn die Jungs aus O-Kriftel bald nur noch im Achselhemdchen dastehen, drei Minuten später bloß noch im Slip. Die Ehrenrunde zwischen den Stuhlreihen löst weitere Begeisterungsstürme aus. Was soll Tom da noch toppen? Die Stunde schreitet fort, die Spannung steigt,vom Schunkeln geht´s zum Hip Hop und wieder zurück, und Stripper Tom rückt näher.

Kurz vor elf, die „Schnoat Schnucke Wallroth“, tritt auf, athletische, kernige Kerle mit kraftvoller Tanzakrobatik, aber inzwischen zählt nur noch…ja, gut…wieder werden Männerhemden aufgerissen, wieder fallen Klamotten, Becken kreisen, aber immerhin haben sie noch Turnhosen unter den Strings. Schön ist´s trotzdem.

Sind Frauen wirklich so? „Gell, Frau Lindemann“, ruft Monika Gebhard-Cosler zur Frau des Oberbürgermeisters, „jetzt ham Se Ihrem Mann was zu erzählen! Aber mir sind noch nicht fertig!“ Denn dann – wie soll man´s anders sagen – dann kommt endlich der langersehnte Tom auf die Bühne. Doch der Rest bleibt unter denen, die dabei waren.
Alexandra Hellbrück (HA/ds)

( Ende Hanauer-Anzeiger )

Fotogalerie von unseren Damensitzungen
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