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Herrensitzung vom 23. Januar 2010
Wir bedanken uns beim Hanauer-Anzeiger für die freundliche Genehmigung das wir diese Berichterstattung auf unserer Homepage veröffentlichen dürfen.
Nur eine Frau bietet den Männern richtig Paroli
Alle Klischees bedient: Herrensitzung der „Lustischen Geeleriebe“ zeigt viel Schlüpfriges . . . und am Ende auch nackte Tatsachen
Blickfang: Die jungen Damen zogen bei der Herrensitzung im Nachbarschaftshaus alle Blicke auf sich. Fotos: Paul

Hanau. Giovanni Palermo lächelt glückselig in die Handy-Kameras seiner Freunde. Soeben hat er es geschafft, mit einer barbusigen Blondine die der Erotik-Tanzgruppe „Wild Flames“ angehört, ein Foto zu erhaschen. Herrensitzung im Nachbarschaftshaus Tümpelgarten, ausgerichtet von den „Lustische Geeleriebe“: Hier wurden tatsächlich alle Klischees bedient, die man von einer solchen Sitzung kennt.

Es war die erste ihrer Art – für die Veranstalter gleich ein voller Erfolg, denn das Nachbarschaftshaus konnte „ausverkauft“ melden. Aber einer fehlte: Oberbürgermeister Claus Kaminsky erschien nicht, die Angst, mit einer Schönheit abgelichtet zu werden, war wohl doch zu groß.

Die anwesenden Damen durften den Herren Getränke bringen und zur Stärkung einen kleinen Imbiss reichen. Eine Dame indes verscherze es sich gleich zu Beginn mit den anwesenden Männern, die fast alle in Kostümen erschienen waren: Das „Geeleriebe“-Urgestein Anni Gast rechnete in ihrer Eröffnungsrede mit den Herren der Schöpfung gehörig ab: „Hört gut zu, ihr blöden Männer, ich verzicht' ab heut' auf euch, ihr Penner! Der Mann ist ein Neandertaler – ihr seht kei' Arbeit und kein Dreck– doch seht ihr 'nen Rock, da seid ihr weg. Im Beruf beim Sport und bei der Politik blast ihr euch auf und macht euch dick. Doch daheim im trauten Heim, da seid ihr alle klitzeklein!“ Die Spötterin wurde dann auch folgerichtig mit lauten Buh Rufen, mit Schimpf und Schande von der Bühne gejagt, was sie allerdings nicht daran hinderte, gemeinsam mit Klaus Gimpel den Rest des Abends zu moderieren – stets unter lauten Schmährufen der anwesenden Herren.

Eine Augenweide war der Tanz der Klein-Krotzenburger „Dance Company“ die mit ihrem Dschungel-Tanz genau den GeGeschmack der Herren getroffen haben. Technisch nahezu perfekt mit einer sehr guten Choreografie bekamen die jungen Damen lautstarke „Zugabe“-Rufe aus dem Publikum.

Dass der Techniker der „Lustische Geeleriebe“ eine neue Benebelungsanlage zu Weihnachten geschenkt bekommen haben muss, darüber waren sich alle im Bau einig – denn alles wurde eingenebelt. So konnte man dann auch nicht wirklich den erotisch angehauchten Tanz der „Wild Flames“- Gogo-Tänzerinnen genießen.

Frank Nohl aus Bruchköbel zog dann alle Register seinen Imitations-Kunst. Ob die Alt-Bundeskanzler Kohl und Schröder, ob Angela Merkel, Reich Ranicki oder Norbert Blüm, sie alle durften ihre Gedanken um die Leibspeise der Deutschen kundtun. Ein paar Bierchen und eine Rauchpause später waren es Zeit für die Damen des Volkschors Klein-Krotzenburg. die zwar nicht sangen, dafür aber mit ihrem Showtanz „Galaktika“ eine eindrucksvolle Leistung boten. Die „Diamonds“ wie sie sich nennen, durften erst nach einer ausgiebigen Zugabe die Bühne verlassen.

Die Tische frei hieß es dann wieder für zwei „Wild Flames“-Tänzerinnen die den ganzen Abend gebucht waren – sehr zur Freude der Herrschaften: Verstohlene Blicke, gezückte Kameras und Handys begleiteten den Auftritt der beiden Mädels. Und ob Leichtmatrose , Pirat oder Gallier – die Stimmung stieg von Minute zu Minute bei jedem an.

Die „Eiskriegerinnen“ der Showtanz- Gruppe „MUMP“ von den Schlabbedabbern aus Aufenau erfreuten sich anschließend größter Aufmerksamkeit, und der Liebling war schnell ausgemacht. Nicht die leichtbekleideten Eiskriegerinnen, sondern dem Eisbären gehörten die Sympathien des närrischen Männervolks. Mit zwei Tänzen am Start waren die Damen der Hanauer Tanzgarde, die neben ihrem traditionellen Gardetanz einen kleinen Auszug boten, wie sie sich das Leben in einem Boot-Camp vorstellen.

Welche der Damen sich als Domina wohl eignet, war die Frage des Abends beim Auftritt der Showtanzgruppe „No Name“ aus Ober-Roden. Zwar zeigten sie Ausschnitte aus dem Musical „Amadeus“, aber die Frage hatte einen höheren Stellenwert als die ordentliche Darbietung selbst.

Angela und Steffi erfreuten die Herren dann mit ihrem Gesang und eng ansitzenden Höschen sowie Stilettos, mit denen sie gewagt aber gekonnt über die Tische stöckelten und den Herren die Lust am Mitsingen wieder gaben.

Letztlich haben die langanhaltenden Rufe die den ganzen Abend über erschallten doch noch Wirkung gezeigt, denn die „Wild Flames“ gaben den Herren zum Schluss das, wonach ihnen bereits der ganze Abend wohl der Sinn stand: nackte Tatsachen.

Für eine erste Herrensitzung war es ein ordentliches Programm, und wenn man anschließend die Gäste nach ihrer Meinung fragte kam ein schwer verständliches „Das war super!“ heraus. Allerdings muss man noch an der Technik ein wenig feilen, denn auch der Auszugsmarsch klappte in der Regel nicht, und so stand Moderator Gimbel oftmals ein wenig im Regen. Reinhard Paul (HA/thb)
... den Bericht des Hanauer-Anzeigers können Sie auch hier als PDF-Dokument ansehen ... (1.2MB) ...
Fotogalerie von dieser Veranstaltung
Biite beachten Sie das Sie hier nicht "die" Bilder sehen werden die Sie unter Umständen erwarten werden! Falls Sie "die" sehen möchten dann müssen Sie leider auf die Fotos des Freundes oder Bekannten zurückgreifen der die sicherlich auf dem Handy hat.
Doch noch interessiert???? .... dann folgen Sie einfach dem unteren Link ...
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